Schloss und Park

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Nach 440 Jahren Klosterzeit folgten 420 Jahre Schloss- und Adelsgeschichte. Die endete 1945 mit der Enteignung des Herzoghauses Sachsen-Coburg und Gotha durch die sowjetische Besatzungsmacht. Danach erfolgte die Übernahme der Immobilien durch das Land Thüringen und eine vorübergehende Nutzung als Schulungsstätte für Landesfeuerwehr und Polizei.

Ab 1953 wurde das Schloss Hotel des VEB Reisebüro der DDR, vor allem für Gäste aus der Bundesrepublik und dem westlichen Ausland, später gab es dort auch einen Intershop. Schloss und Park wurden zum Aushängeschild des mit über einer Million Übernachtungen zweitgrößten Urlauberortes der DDR, Restaurant, Cafe und die in den achtziger Jahr eingerichtete Kellerbar entwickelten sich zu gern besuchten Treffpunkte.

Konzerte des Leipziger Gewandhausquartetts und Kongresse unterschiedlicher Art machten das Schloss zum kulturellen Zentrum und zum Bildungsstandort.

Nach der politischen Wende wurde die Anlage auf eine Landesliste von wichtigen kultur-historischen Immobilien gesetzt, die in staatlichen Besitz überführt werden sollten. Ein von der Treuhandanstalt geschnürtes Paket von 15 Spitzenhotels der DDR, war dafür verant-wortlich, dass das Schlosshotel Reinhardsbrunn dann doch privatisiert wurde. Das Versprechen von Arbeitsplätzen und Investitionen verhinderte auch die Rückgabe an den Alteigentümer.

Von den 15 Hotels ist allein Reinhardsbrunn auf der Strecke geblieben, trotz mehrfachem Eigentumswechsel gab es immer nur die Wende zum Schlechteren. Die heutigen russischen Eigentümer kümmern sich so wenig, wie alle anderen auch.